Jedem Ende wohnt ein Zauber inne

Weihnachten ist vorbei und wir befinden uns inmitten der Rauhnächte. Eine Zeit, die dafür da ist, Altes zu entsorgen, um Platz für Neues zu machen. In diesen Tagen denke ich immer viel über das vergangene Jahr nach. Obwohl sich diese Tage theoretisch nicht groß von anderen unterm Jahr unterscheiden werde ich am Ende des Jahres meist etwas emotional und sentimental. Für mich war dieses Jahr ein eher ruheloses und voll beladenes. Oft habe ich mich gefragt, wie ich dem Strudel dieses Alltagsstresses wieder entkommen kann. Unsere Zeit ist so unglaublich schnelllebig und hektisch geworden, dass einem manchmal beinahe die Luft zum Atmen fehlt. Dass dieses Tempo auf Dauer nicht funktioniert, müssen sicher viele von uns immer wieder feststellen. Unsere Körper geben uns meist Warnsignale, die wir jedoch gelernt haben zu ignorieren. Bis… ja, bis irgendwann der Knall kommt, das Auto stehen bleibt und gar nichts mehr geht, weil der Tank leer ist.

Auch mit Geld kann man sich keine Zeit kaufen

Doch warum lassen wir es soweit kommen? Warum fällt es uns immer schwerer, inne zu halten, tief einzuatmen und uns wieder mit uns selbst zu verbinden? Haben wir verlernt, wie das geht? Haben wir Angst davor, danach nicht mehr im Zug des Lebens einsteigen und mithalten zu können? Wahrscheinlich ein bisschen von beidem. Doch was wir dabei vergessen ist, dass uns volle Terminkalender und gefüllte Bankkonten nicht langfristig und tiefgründig glücklich machen. Jedoch aber gemeinsame Zeit mit Freunden, Kindern und Familien, Ruhezeiten mit uns selbst und liebevolle Momente mit Herzensmenschen. Daran sollten wir denken, wenn uns der Alltag das Atmen erschwert und keine Angst davor haben, uns Auszeiten zu nehmen. Auftanken geht so leicht, wenn wir uns darauf einlassen. Lasst uns nicht solange warten, bis die Öllampe aufleuchtet, sondern rechtzeitig die Tankstelle anfahren!

Brauchen wir das noch oder kann das weg?

Wir Menschen sind nicht dafür gemacht als Eigenbrötler mit unseren Smartphones durch die Welt zu stolpern. Es sind uns unterwegs einfach ein paar essentielle Dinge verloren gegangen, die unsere Herzen nun vergeblich suchen. Ich glaube, dass wir auf dem Weg sind, gemeinsam zu vereinsamen. Unser Inneres sehnt sich nach Geborgenheit, Liebe, Gemeinsamkeit, Halt, Menschlichkeit und Wertschätzung. Warum haben wir es dazu kommen lassen, dass keiner mehr miteinander, sondern nur noch über das Smartphone spricht? Wie konnte es passieren, dass Kinder auf der Straße gegen die Handysucht ihrer Eltern demonstrieren? Warum denken wir, mit einem Gefällt-mir-Klick auf einen facebook-Greenpeace-post könnten wir die Welt retten? Haben wir um uns herum vielleicht alles schneller weiterentwickelt, als für unser Gehirn gesund war? Irgendwo zwischen der Frühform des Homo sapiens und Trump ist uns ein Programmierfehler unterlaufen. Wir können das System zwar nicht einfach auf null zurücksetzen und von Vorne anfangen, doch wir können ein Virusprogramm laufen lassen und auf unserer Speicherplatte aufräumen. Lasst uns die Rauhnächte dazu nutzen in unserem Leben ein bisschen auszumisten und ein paar Dinge neu zu sortieren. Brauchen wir facebook, Instagram und Co., um am Ende von einem erfüllten Leben zu sprechen? Was können wir tun, damit es uns, den Menschen in unserer nächsten Umgebung und der Erde, auf der wir leben besser geht? Das sind meist ganz banale Dinge wie Zeit schenken, Müll trennen, die Natur wertschätzen, Umarmungen verschenken, gemeinsam Lachen und Spielen.

Yes, we can

Es gibt viele, die der Meinung sind, es bringe nichts als Einzelner anzufangen Dinge zu verändern, das sei wie ein Tropfen auf den heißen Stein. Und ich sage dann: „Überleg mal, was passiert, wenn alle so denken würden wie du. Genau das was du prognostizierst: Nichts! Wenn du allein aber damit anfängst etwas anders zu machen, deinen Kindern diese Einstellung weitergibst, die es ihren Kindern weitergeben; deinen Freunden und Kollegen davon erzählst, die es dir gleichtun und in ihrem Kreis weiter erzählen… weißt du was dann passiert? Dann kannst DU allein die Welt verändern!“ Und davon bin ich überzeugt.

 

Und weil jetzt Rauhnächte sind und wir in dieser Zeit an Wunder und an unsere inneren Kräfte glauben dürfen, glaube ich ganz fest, dass wir es schaffen werden, wenn jeder von uns einen Teil dazu beiträgt. Lasst uns in diesen Tagen den Zauber des Lebens wieder spüren, unsere Herzen öffnen, damit sie wieder zueinander finden und unseren Kindern die Geborgenheit geben, die ihre Seelen brauchen, um sich hier Zuhause zu fühlen.

 

In Liebe und Dankbarkeit,

Deine Jasna

 

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